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„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“

Gewerbeschule Mosbach verabschiedete 50 Abiturienten des Technischen Gymnasiums

Mosbach.Mit der Begrüßung der Festgesellschaft eröffneten die frischgebackenen Abiturienten Jan Dorbath und Jonas Leutz die Entlassfeier des Abiturjahrgangs 2017 des Technischen Gymnasiums Mosbach und moderierten anschließend auch den festlichen Abend. Studiendirektor Helmut Behr blickte mit seinem Grußwort auf die vergangenen drei Jahre zurück und bezeichnete die Abiturienten – trotz der durch die Profilfächer verursachten Dreiteilung – als „verschworene Gemeinschaft“. Er wünschte ihnen für die Zukunft berufliches und privates Glück und äußerte die Hoffnung, dass ihr Kontakt zur Schule nicht abbrechen möge.

Studienrat Martin Berger legte in seinem Grußwort Aristoteles` These dar, dass in irgendeiner Weise jeder Mensch nach seinem Glück suche – nichts anderes als ein Streben nach Glück sei es schließlich auch, das Abitur zu machen in der Hoffnung auf eine gute Zukunft. Nicht alles im Leben bekomme der Mensch aber durch die eigene Hand zustande: „Für die großen Würfe deines Lebens wirst du eines nötig haben, und das ist Vertrauen.“ Heute verdränge allerdings zunehmend der Zweifel das Vertrauen. Passwörter für alles und jedes, Polizeipräsenz, Kameras auf den Straßen legten Zeugnis für diese Entwicklung ab. Auf Zweifel aber könne in den zentralen Dingen des Lebens nicht gebaut werden. So wünschte er den Schülern für ihre Zukunft die Kraft zu vertrauen und zu hoffen.

Die Festrede hielt an diesem Abend der ehemalige Schüler des Technischen Gymnasiums Dipl.-Ing. Matthias Jüttner, Mitarbeiter des Instituts für Theorie der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart. Er sprach über „virtuelle Welten in unserem Alltag“ und stellte die Frage, wo virtuelle Welten heute schon präsent seien. Besonders deutlich zeige sich dieser Wandel zum Beispiel in der Mobilität bei der Entwicklung selbst fahrender Autos. Sie dauere mit sämtlichen Genehmigungen etwa zehn Jahre, sei heute aber schon nicht mehr als virtuell zu bezeichnen. Die – viele sicher noch verstörende – Frage laute: „Welche Welt ist die echte – die wir sehen oder die das Auto sieht?“ In die Zukunft der angehenden Studenten sehend nehme er schon die Angst vor der disruptiven Technologie, dem Wandel von der analogen zur digitalen Welt wahr. Er wolle aber keine Aussage über die Zukunft machen („das liegt mir nicht“), sondern den Schülern zeigen, auf welche technischen Entwicklungen sie sich einstellen könnten, sollten sie die Theorie der Elektrotechnik studieren.

Anschließend erfolgte die Verleihung der Sonderpreise. Überreicht wurden zunächst der Förderpreis des Unternehmenskreises Mosbach an Andrés Islas Esparza und der Förderpreis des Fördervereins der Gewerbeschule Mosbach an Niklas Teimel für hervorragende schulische Leistungen. Diese Preisverleihung nahm Studiendirektor Helmut Behr vor. Beide Preise sind mit einem Geldpräsent verbunden. Die Preise für Physik konnten wiederum Andrés Islas Esparza sowie Julian Dörner, Raphael Hemberger, Jonas Rilling und Julian Waldvogel aus den Händen von Oberstudienrat Rainer Hemmerich entgegennehmen. Dr. Fladry-Gerhäuser überreichte zwei Buchpreise für das Fach Chemie an Manuel Zimmermann und Niklas Teimel und Studiendirektor Helmut Behr die Alfred-Maul-Medaille für das Fach Sport wiederum an Andrés Islas Esparza. Oberstudienrat Christoph Jüttner zeichnete Manuel Zimmermann, Tobias Binkele, Andrés Islas Esparza und Niklas Teimel mit dem Sonderpreis für das Fach Katholische Religion und Fabiola Meseth mit dem Abiturpreis der Erzdiözese Freiburg aus.

In einem gesonderten Block zeichnete Oberstudienrätin Sigrid Bilawski-Kästel für besondere Leistungen im Fach Deutsch Fabiola Meseth mit dem Scheffelpreis aus. In ihrer Laudatio wies sie darauf hin, dass frühere Preisträger u.a. der Mainzer Kardinal Lehmann und Ministerpräsident Kretschmann waren – prominente Vorgänger also. Sie verglich frühere Schullektüren mit den heutigen, sprach über die Einführung des Essays, einer sehr anspruchsvollen Textsorte, und kam zu dem Schluss: „Unter diesen Bedingungen darf ich feststellen, dass auch unsere diesjährige Preisträgerin den Preis unter den gleichen anspruchsvollen Voraussetzungen erhält wie ihre Vorgänger und entsprechend stolz auf ihre Leistung sein darf.“ Die Preisträgerin ließ in ihrer Dankesrede noch einmal die vergangenen drei Jahre Revue passieren und lenkte den Blick zugleich in die Zukunft: „Wir haben nicht nur Erfahrungen gesammelt, wir sind auch älter geworden, und ich denke, jetzt ist die passende Zeit, um aufzubrechen in das richtige Leben.“ Für diesen Weg werde ihnen viel abverlangt: Optimismus, Offenheit, Kritikfähigkeit, aber auch Leistungsfähigkeit und Engagement. Mit einem den neuen Lebensabschnitt charakterisierenden Zitat beendete sie ihre Rede: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Danach erhielten auch alle anderen Abiturienten ihre Zeugnisse, und der festliche Abend klang gesellig aus.

2017 07 24 Abiturfeier Thumb

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