Zweijährige Berufsfachschule erlebte Industrie 4.0 bei ABB und besucht die Ausbildungswerkstatt

„Woher stammen eigentlich die Leitungsschutzschalter, die wir im Werkstattunterricht verbauen?“ war die Frage der Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule Elektrotechnik. In zwei Jahren erreichen diese Schüler die mittlere Reife und das Grundbildungsjahr für die Elektronikerberufe. Die technische Ausrichtung wird durch Exkursionen gefördert. Die Leiterin der Ausbildungswerkstatt von ABB in Heidelberg beantwortete diese und weitere Schülerfragen ausführlich. ABB stellt am Standort Heidelberg einen Teil der Leitungsschutzschalter her, die von den Schülern im Werkstattunterricht wöchentlich als Schutzorgane gegen elektrischen Schlag eingesetzt werden.

Zuerst wurde die Ausbildung von ABB in Heidelberg vorgestellt. ABB hat ein breites Portfolio an elektrotechnischen Produkten vom traditionellen Leitungsschutzschalter bis zum Roboter und Schiffsantrieb. Entsprechend dieser Bandbreite bildet ABB an mehreren Standorten unterschiedliche Berufe aus. Ein Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt und ein Gespräch mit der Personalchefin waren für die Schüler sehr aufschlussreich. ABB legt großen Wert auf Teamfähigkeit und sekundäre Arbeitstugenden. Auch soziales Engagement wird gefördert.

Zum Abschluss wurde die vollautomatische Produktion der Schutzschalter besichtigt. In den Produktionslinien werden ausschließlich Fachkräfte beschäftigt. Nur dadurch ist die Produktion am Standort Heidelberg möglich. In der Produktion werden Elemente der Industrie 4.0 angewendet. Stellt der Prüfroboter bei der Endprüfung fest, dass Anzugsmomente der verbindenden Nieten nicht in der vorgesehenen Norm sind, so wird dies dem Produktionsroboter ohne Zutun von Menschen gemeldet. Dieser verändert selbstständig die entsprechenden Parametereinstellungen.

2017 12 13 ABB