Die Schulartenvielfalt einer gewerblichen Schule

Gewerbeschule Mosbach erhält Besuch vom Regierungspräsidium Karlsruhe

Mosbach. Ein Gewerbeschulzentrum unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Schularten. So auch die Gewerbeschule Mosbach: In ihr haben – gegenüber allgemeinbildenden Schulen – acht unterschiedliche Schularten Platz. Ein Besuch der Leitenden Schulamtsdirektorin Anja Bauer vom Regierungspräsidium Karlsruhe, begleitet von Abteilungsdirektorin Kathrin Höninger und Geschäftsbereichsleiter Peter Fieger, gab dem Mosbacher Gewerbeschulleiter Andreas Hoffner Gelegenheit, die Organisationsstruktur der Gewerbeschule vorzustellen, auf die Bedeutung der Schulartenvielfalt hinzuweisen und einen Blick auf die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen zu werfen. Für den Neckar-Odenwald-Kreis betonte Landrat Dr. Achim Brötel, wie wichtig gerade für die vielen Handwerksbetriebe der Region eine ortsnahe Berufsschule sei. Dem konnten sich die ebenfalls anwesenden Direktoren der kreiseigenen Schulen sicher anschließen.

Die Gewerbeschule Mosbach umfasst mit den Bereichen Bau, Farbe, Metall, Kfz und Elektro fünf Berufsfelder. Hält man sich die vielen, über den Unterricht hinausgehenden Aufgaben der Schulen und ihrer Kollegien vor Augen – über die Schulordnung, die Prüfungsordnungen und Aufnahmeregelungen, Infotage und Werbung bis hin zur Prüfungsorganisation und den Korrekturen - , wird deutlich, dass zu ihrer Bewältigung eine austarierte Organisationsstruktur unerlässlich ist. Hinzu kommen die Herausforderungen des ländlichen Raumes wie große Entfernungen und teils lange Anfahrtszeiten. Der Arbeitsschutz in den Werkstätten muss gewährleistet sein, Digitalisierung, Datenschutz und Betreuung der Schulnetze erfordern weitere Kapazitäten.

Bei einem Schulrundgang der Besucher durch die Bauwerkstatt, die Farbwerkstatt, das Automatisierungslabor, das Kfz-Labor und die Metallwerkstatt präsentierten Schüler ihre jeweilige Abteilung. Sie hatten u.a. eine Karte vorbereitet, die Auskunft darüber gab, woher sie kommen – und zwar nicht nur aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, sondern aus der ganzen Welt. So wurde deutlich, welchen Stellenwert Migranten in unseren Schulen mittlerweile haben. Um eine gelingende Integration zu gewährleisten, wird ein erweiterter Deutschunterricht gerade für Flüchtlinge in den Berufsschulklassen notwendig sein.

In einer anschließenden Gesprächsrunde hatten die Schulleiter die Möglichkeit, die Themen zu erweitern bzw. zu vertiefen. Frau Bauer, deren Besuch an der Gewerbeschule im Rahmen ihres Landkreisbesuches stattfand, wird mit vielen lebhaften Eindrücken ihren Rückweg angetreten haben.

  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_01
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_02
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_03
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_04
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_05
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_06
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_07
  • 2018-06-15_Besuch_Bauer_08

Simple Image Gallery Extended