Austausch mit Finnland bildet und erweitert den Horizont

Schüler der Gewerbeschule Mosbach nehmen am zweiwöchigen Erasmus-Austausch in Finnland teil und lernen fürs Leben.

Am 16.03.2019 war es wieder so weit: Für 15 Schüler der Gewerbeschule Mosbach hieß es: Koffer packen und ab in den kalten Norden, wo der traditionelle Erasmus-Austausch mit der finnischen Partnerschule in Porvoo bei Helsinki bereits zum fünften Mal stattfand. Die Finnen empfingen die gutgelaunte Truppe aus Deutschland klassisch: Warmherzig aber bei eisigen Temperaturen.

Finnland

Zwölf Kfz-Mechatroniker- und drei Maler-Azubis aus allen Ausbildungsjahren nahmen an dem zweiwöchigen Programm teil, bei dem sie persönliche und fachliche Kompetenzen erwerben und ausbauen konnten. Vor allem das Arbeiten in ihrem gewählten Beruf und mit ihren finnischen Kollegen in englischer Sprache war hierbei eine spannende Erfahrung.

Bei der täglichen Arbeit in der Kfz-Werkstatt der Schule durften die Kfz-Mechatroniker unter den Azubis direkt Hand anlegen und tatsächliche Kundenautos reparieren – eine besondere Herausforderung, denn in kalten Ländern wie Finnland sind Autos ganz anderen Straßenverhältnissen ausgesetzt und werden dementsprechend strapaziert. Auch die Maler wurden nicht geschont und durften beim Beschichten von Küchenschränken aktiv mithelfen.

Doch das Programm bot den Schülern mehr als nur Arbeit und fremdsprachigen Austausch: Zahlreiche Aktivitäten ließen keine Zeit für Langeweile. Unter anderem standen die Besichtigung der Hauptstadt Helsinki, ein Besuch in einer traditionellen Sauna mit Abkühlung im Eisloch, Verköstigung in der Schokoladen- und Lakritzfabrik „Brunberg“ und die Besichtigung der Altstadt von Porvoo, der zweitältesten Stadt Finnlands, auf dem Programm. Ebenfalls sehr eindrucksvoll war ein Ausflug in die Öl-Raffinerie „Neste Oil“, welche die unterschiedlichsten Dieselarten für die extremen Wetterverhältnisse im Norden Europas herstellt.

Auch in der Schule selbst war für Abwechslung vom Arbeitsalltag gesorgt: Ein Sporttag bot den Azubis die Möglichkeit alle Skisport-Angebote wie Snowboarden, Schneeschuhwandern oder einfach nur Schlittenfahren auszuprobieren.

Alles in allem zeigt sich, wie wertvoll ein beruflicher Auslandsaufenthalt sein kann: Gerade die vermeintlich hinderliche Sprachbarriere fördert die Selbstständigkeit der Auszubildenden und der hautnahe Einblick in die finnische Arbeits- und Lebensweise erweitert den Horizont und stärkt das Gefühl von Verbundenheit mit unseren europäischen Mitbürgern. Ihr Engagement und Interesse an interkulturellem Austausch bekamen die Schüler der Gewerbeschule Mosbach im Anschluss and den Aufenthalt auch noch durch ein Teilnahmezertifikat bestätigt.

Unser Dank gilt den Ausbildungsfirmen, die die Azubis für zwei Wochen freigestellt haben und den betreuenden Lehrern in Finnland. Ebenso danken wir den Autohäusern Gramling, Käsmann, Pfaff in Dallau, Thee in Neckarburken, Speicher in Billigheim und den Maler-Betrieben Roth in Reichenbuch und Spohn in Mosbach.

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