Warum arbeitest du – eigentlich?

Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule der Gewerbeschule Mosbach erhalten ihre Abschlusszeugnisse

Einen Grund zu feiern gab es am 16.07.2019 um 19:00 Uhr in der Aula der Gewerbeschule Mosbach: 24 Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule der Gewerbeschule Mosbach durften sich durch das erfolgreiche Abschließen ihrer Schulzeit gleichermaßen über die bestandene Mittlere Reife und die Möglichkeit der Anerkennung der Leistungen des ersten Lehrjahres in Elektro- oder Metalltechnik freuen, denn diese ist fester Bestandteil des Abschlusses der „2BFS“.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten durch den stellvertretenden Schulleiter Ralf Schmidt, der in seiner Rede an die jungen Schulabgänger zwei zentrale Punkte thematisierte. So verwies er einerseits auf die rasante Entwicklung des Weltwissens in unserer heutigen Zeit, zum anderen darauf, wie wichtig es für junge Menschen heute sei zu wissen, wie sie sich für ihr Berufsleben motivieren können. Dies, so Schmidt, sei ihre eigentliche Aufgabe in ihrer beruflichen Laufbahn, wenn sie sich als Mensch selbst verwirklichen wollen.

Im Anschluss trat Rüdiger Drews, Klassenlehrer der „Elektrotechnik-Klasse“ 2BFE/M2, ans Rednerpult und führte das Thema „Motivation“ fort, als er über den hohen Schülerschwund im Verlauf der vergangenen zwei Jahre sinnierte, der seine Klasse auf fast die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke schrumpfen hatte lassen. Kritische Worte hielt er für all jene bereit, die „nicht getan haben, was getan hätte werden müssen“ und somit nicht nur sich selbst sondern auch ihren Klassenkameraden im Weg standen. Ausdrücklich nahm er die anwesenden Schüler von dieser Kritik aus und gratulierte ihnen zu ihrem Erfolg. „Steckt euch Ziele im Leben, seid kein „Treibholz“, das einfach nur mitschwimmt.“, so der abschließende Rat des erfahrenen Lehrers an die jungen Männer.

Auch Lukas Ludäscher, Klassenlehrer der „Metalltechnik-Klasse“ 2BF/M2, griff den Faden der Motivation als treibender Faktor im Leben auf, als er, halb humorvoll, halb ernst von den Sinnkrisen mancher Schüler berichtete, die sich fragten: „Was mache ich hier eigentlich?“ Stets zu wissen, warum man etwas tue, sei ausschlaggebend für den Erfolg am Ende und auch wenn der Sinn so mancher Hürde auf dem Weg sich nicht gleich erschließe, so sei letztlich auch der Weg ein wichtiges Ziel. Zu wissen, dass man sich durch etwas „durchbeißen“ kann, so Ludäscher, gebe Selbstvertrauen für weitere große Aufgaben.

Im Anschluss an ihre Lehrer kamen auch die Absolventen selbst zu Wort, die sich, vertreten durch ihre Klassensprecher Robert Ost, Janis Kollmer und Simon Krause, bei ihren Klassenlehrern für Verständnis und Geduld während der letzten zwei Jahre bedankten und sich auch selbstbewusst zeigten: „Wir sind stolz auf uns. Wir haben es geschafft.“

Vor der Zeugnisausgabe wurden zunächst noch die Lob- und Preisträger geehrt, die mehr als ein Drittel der Absolventen ausmachten.

2BFS Bild 1

Ein Lob erhielten folgende Schüler:

Roland Hamberger, Klasse 2BFE/M2

Jannick Haag, Klasse 2BFE/M2

Dominik Eifler, Klasse 2BFE/M2

Robert Ost, Klasse 2BFE/M2

Cedric Fischl, Klasse 2BFE/M2

Christopher Frey, Klasse 2BFM2

Simon Krause, Klasse 2BFM2

Marcus Müller, Klasse 2BFM2

Leonardo Kreß, Klasse 2BFM2

Einen Preis erhielt:

Janis Kollmer, Klasse 2BFM2

 

Zu epischer Filmmusik erhielten die Schüler anschließend endlich die langersehnten Zeugnisse und ließen mit Freunden, Familien und Lehrern bei einem kleinen Umtrunk den Abend gemütlich ausklingen.